Wasserrohrkessel – ERK-HP

Der SCHNEIDER ERK-HP ist ein Naturumlaufkessel in Eckrohrkesselbauweise und wird als Dampf- und Heißwassererzeuger gefertigt. Bei beiden Kesseltypen wird der Rohrkörper in gleicher Weise aufgebaut, nämlich aus vorgefertigten, Feuerraum und Berührungsheizflächen enthaltenden, Rohrelementen. Durch diesen Aufbau unterscheidet er sich grundsätzlich vom konventionellen Wasserrohrkessel mit Naturumlauf, wie er seit über 100 Jahren als Mehrtrommelkessel mit beheizten Fallrohren gebaut wird.

Vorteile des ERK-HP

  • Einsatz verschiedenster Brennstoffe
  • Extrem hohe Laständerungsgeschwindigkeiten bei stabilem Wasserstand
  • Kompakte Bauform und selbsttragende Kesselkonstruktion
  • Erzeugung von vollständig trockenem Dampf
  • Ideale Anpassungsmöglichkeit an die räumlichen Gelegenheiten des Aufstellungsortes
Funktionsprinzip des ERK-HP

Der Druckkörper besteht aus einem rechteckigen, stabilen Rahmenwerk aus Fallrohren, Sammlern und Verteilern, die mit rauchgasdichten Rohrwänden zu einem in sich geschlossenen Rohrkäfig verschweißt sind.

1.  Dampftrommel – unbeheizt
2.  Fallrohr – unbeheizt
3.  Bodenrohre – beheizt
4.  oberer Sammler – unbeheizt
5.  Überströmrohr – unbeheizt
6.  Rücklaufrohr – unbeheizt
7.  Steigrohr – beheizt
8.  Gemischrohr – unbeheizt
9.  Trennwand
10. Dampfentnahme
11.  unterer Sammler – unbeheizt

Spezielles Wasserumlaufsystem

Das Wasserumlaufsystem des SCHNEIDER-ERK hat einige spezielle Eigenschaften, die sich von denen anderer Naturumlaufkessel, insbesondere vom Zweitrommelkessel, deutlich unterscheiden. Beim SCHNEIDER-ERK werden nur die Steigrohre (7) und die Bodenrohre (3) beheizt, während die Dampftrommel (1), die Fallrohre (2), die Überströmrohre (5), die Rücklaufrohre (6), die Gemischrohre (8) und alle Sammler unbeheizt sind. Das Dampf-Wassergemisch, welches in den Steigrohren (7) und Bodenrohren (3) erzeugt wird, steigt in den unbeheizten oberen Sammler (4). Hier findet eine nahezu vollständige Dampf-Wasser-Trennung statt (Schwerkraftprinzip). Der separierte Dampf fließt über die Überströmrohre (5) in die Dampftrommel, und zwar in den Bereich hinter der Trennwand oberhalb des niedrigsten Wasserstandes. Ungefähr 50% des separierten Wassers fließen über die unbeheizten Rücklaufrohre (6) in Richtung Bodenrohre (3), während die verbleibende Wassermenge über die Gemischrohre (8) in die Dampftrommel hinter der Trennwand unterhalb des niedrigsten Wasserstandes NW einströmt. Von hier fällt das Umlaufwasser dann durch die unbeheizten Fallrohre (2), in den unteren Sammler (11), von wo aus es dann wieder in den beheizten Kesselteil (3) und (7) verteilt wird - und der Zyklus erneut beginnt.

Einsatzbereiche

  • Lebensmittelindustrie
  • Oleochemische Industrie
  • Pharmaindustrie
  • Öl- und Gasindustrie
  • Energieversorgung

Unsere Referenzen

  • 25 t/h Wasserrohrkessel
  • Zur Prozessdampferzeugung
  • 6 t/h Hochdruckwasserrohrkessel
  • Zur Fettspaltung
  • 12,5 t/h Hochdruckwasserrohrkessel
  • Zur Fettspaltung